Die ersten 100 Tage als Führungskraft in der Wissenschaft

Die ersten 100 Tage als Professor:in

Was Sie in diesem Artikel erfahren werden

Verteilt auf 5 Artikel erfahren Sie in dieser Reihe:

  • Einstieg
    Mit welchen Besonderheiten Sie als Professor:in im wissenschaftlichen Umfeld werden umgehen müssen.
  • Tipp #1 – Selbstorganisation
    Wie Sie proaktiv vorgehen, um sich selbst zu organisieren und alle Arbeitsmittel zu beschaffen.
  • Tipp #2 – Teamaufbau
    was Sie beim Aufbau Ihres Teams bedenken sollten (und was Sie erst einmal hintanstellen können)
  • Tipp #3 – Kollegium
    Worauf Sie achten sollten, wenn Sie Ihr Kolleginnen und Kollegen kennenlernen.
  • Tipp #4 – Feedback erhalten
    Warum ehrliches Feedback einzuholen bei einem gelungenen Start sehr helfen kann.

Geschrieben sind die Artikel vor allem für Sie, wenn Sie erstmalig berufen wurden und vor Ihrer ersten Führungsposition stehen.

Doch die Tipps in dieser Reihe sind genauso hilfreich, wenn Sie bereits als Professor:in tätig sind und einen frischen Blick auf Ihre Strategien als Führungskraft werfen wollen.

Vielleicht, weil Sie eine neue Stelle antreten. Oder einfach, weil Sie sich weiterbilden möchten.

Was die ersten 100 Tage als Führungskraft in der Wissenschaft so besonders macht

Wie wunderbar! Sie werden in eine neue Stelle als Professorin oder Professor starten!

Vermutlich sind Sie zu 50% von Vorfreude und zu 50% von Respekt vor der neuen Aufgabe erfüllt.
Und wissen Sie was?

Beide Empfindungen sind vollkommen nachvollziehbar.

Freuen Sie sich unbedingt auf all die neuen Chancen!

Sie haben ein großes berufliches Ziel erreicht, von dem Sie vermutlich Ihre gesamte Karriere geträumt haben. Als Professor:in können Sie endlich Ihre eigenen Vorstellungen verwirklichen.

Was haben Sie sich vorgenommen?

👉🏻 Ein Vorbild für junge Nachwuchskräfte sein, die Sie als Ihre Mitarbeiter führen werden?

👉🏻Themen beforschen, die Ihnen unter den Nägeln brennen?

👉🏻 Vorlesungen halten, wie sie Ihnen im Studium selber gefallen hätten?

Sie werden von nun an noch eigenständiger entscheiden, wohin die Reise Ihres Arbeitsbereiches geht.

Doch gesunder Respekt vor Ihrer neuen Aufgabe ist angebracht

Ich werde es nicht beschönigen: Es gibt ein paar Stolperfallen im Wissenschafts-Betrieb, die Sie als neu angehende:r Professor:in nicht ignorieren sollten.

Fluch und Segen zugleich: kaum Vorgaben, die Sie einhalten müssen

Waren Sie zuletzt in einem Wirtschaftsunternehmen tätig? Dann werden Sie in Ihren ersten 100 Tagen als Führungskraft in der Wissenschaft überrascht sein, wie wenige Vorgaben Sie als Professor:in zu erfüllen haben.

Oder sind Sie von einer Postdoc-Stelle in die Professur aufgestiegen?

Dann sind Sie mit dieser Tatsache bereits vertrauter. Doch Sie werden feststellen, dass diese sich nun deutlich mehr auf Ihre tägliche Arbeit auswirkt.

Diese nicht vorhandene Struktur erleben Sie zum Beispiel hier:

  • Keine fachliche Kontrolle
    Sie werden an Zielen gemessen (zum Beispiel an Evaluationsergebnissen), doch niemand wird Ihnen Tipps geben, wie Sie dabei am besten vorgehen.
  • Keine schlichtende Instanz (außer es eskaliert ernsthaft)
    Sie werden um Ressourcen mit Kolleg:innen und anderen Fachbereichen konkurrieren und niemand wird bei Konflikten vermitteln. Sie sind selbst dafür verantwortlich, Lösungen zu finden.
  • Endlose To-do-Liste
    Ihre Aufgaben-Liste wird niemals leer sein. Die Anzahl an potenziellen Forschungsprojekten, Gremiengesprächen und Abschlussarbeiten ist unendlich – niemand außer Ihnen bestimmt, wann Sie „genug“ getan haben.
  • Keine Vorgaben bei der Personalführung
    Historisch gesehen haben sich Professor:innen lange nicht einmal in der Verantwortung gefühlt, ihre Mitarbeiter zu führen. Es wird Sie daher niemand darauf hinweisen, wenn Ihr Team Probleme mit Ihnen als Leitung hat.

Grundprinzipien, damit die ersten 100 Tage als Führungskraft in der Wissenschaft gelingen

Freiheraus gesagt:

Sie werden Fehler machen.

Doch diese Aussage soll Sie nicht beängstigen.
Im Gegenteil.

Sie soll Ihnen den Druck nehmen, alles von Anfang an perfekt machen zu wollen.

Viele der anstehenden Aufgaben werden Sie zum ersten Mal bearbeiten.

Wichtig ist: zu erkennen, welche Fehler Sie langfristig nur schwer korrigieren können – und auf diese besonders Acht zu geben.

In dieser Artikelreihe habe ich daher Tipps zusammengetragen, die Sie vor den größten Stolperfallen bewahren können.

Ob Teamführung, Auftreten im Kollegium oder das Knüpfen wichtiger Kontakte: Sie erhalten Hinweise darauf, welche Aktivitäten Sie priorisieren sollten – und welche Sie auf später verschieben können.

So haben Sie einen guten ersten Eindruck, welche Herausforderungen in den ersten 100 Tagen auf Sie warten werden.

Optimal vorbereitet durch Coaching: mit den Besonderheiten des Wissenschafts-Betriebs umgehen

Vielleicht fragen Sie sich, wie Sie sicherstellen können, dass Ihnen der Start in die Professur bestmöglich gelingen wird.

Wie Sie mit den speziellen Herausforderungen an Forschungsinstituten umgehen können:

  • fachliche Ziele erreichen, ohne hilfrieche Leitplanken vorgegeben zu bekommen
  • Konflikte um Instituts-Ressourcen aushandeln, ohne schlichtende Instanz
  • mit der endlosen To-do-Liste produktiv umgehen

Wäre es nicht schön, wenn Sie nach 100 Tagen als Führungskraft auf Ihren Start zurückblicken und wissen:

Sie haben ein sicheres Gespür dafür entwickelt, wie Sie mit den Freiheiten und der damit einhergehenden Selbstverantwortung umgehen wollen?

Es gibt einen Weg, wie Sie die Wahrscheinlichkeit deutlich erhöhen können, dass sich diese Vorstellung tatsächlich so bewahrheitet.

In einem Erste-100-Tage-Coaching helfe ich Ihnen unter anderem mit diesen drei Coaching-Bausteinen dabei:

  • Umfassende Vorbereitung
    Noch bevor Sie Ihren ersten Tag antreten, klären wir gemeinsam Ihre innere Haltung. So finden und festigen Sie schon vorab Ihre Identität als Führungskraft.
  • Die richtigen Kommunikationstechniken
    Sie lernen, wie Sie Menschen authentisch von sich überzeugen können, ohne sich verstellen zu müssen. So fällt es Ihnen leichter, z. B. wichtige Kontakte in Ihrer neuen Position zu knüpfen.
  • Wichtige Situationen vorab üben
    Ob Antrittsvorlesung oder Konfliktgespräch – meistern Sie anstehende Herausforderungen authentisch und mit Bravour. Bereiten Sie sich in Übungen mit mir gezielt vor.

Wenn Sie darüber nachdenken, mit einem Coaching mehr Sicherheit für Ihre ersten 100 Tage als Führungskraft zu gewinnen…

… dann haben Sie nun zwei Szenarien vor sich:

  1. Sie verwerfen den Gedanken, einen erfahrenen Begleiter an Ihren ersten 100 Tagen an Ihrer Seite zu haben.
  2. Oder Sie lernen mich in einem kostenlosen Erstgespräch kennen. Wir finden gemeinsam heraus, ob Sie optimal für Ihren Start in die neue Position aufgestellt sind oder ob es größere „blinde Flecken” gibt, die wir im Coaching gemeinsam angehen könnten.

Buchen Sie gerne einen kostenfreien Ersttermin über meinen Kalender.

In jedem Fall empfehle ich Ihnen, Ihre Vorbereitung auf Ihre ersten 100 Tage als Führungskraft in der Wissenschaft mit dem nächsten Artikel dieser Reihe fortzusetzen: