Mediation und Konfliktbewältigung

Was tun, wenn es im Team oder in einer Partnerschaft nicht mehr läuft und sich die Fronten verhärten?

aWann braucht es Mediation und was verbirgt sich hinter dem Begriff?

Damit die Zusammenarbeit im Team, in der Abteilung oder anderen Arbeitszusammenhängen langfristig produktiv und im guten Miteinander verlaufen kann, braucht es eine Menge Substanzen, wie Vertrauen untereinander und in die Führungskraft, achtsame Kommunikation in der richtigen Form, geklärte Erwartungen und akzeptierte Ziele, eine wachsende Lernkultur (ehem. Fehlerkultur), Feedback und vieles mehr.

Was ist, wenn es im Miteinander nicht (mehr) läuft, wenn es zunächst niedrigschwellige Konflikte gibt, die sich dann weiter verhärten, verstärken und schließlich neben viel zerbrochenem Porzellan, die gemeinsame Produktivität und Arbeitsqualität massiv einschränken bis blockieren?

Im – eher selten vorzufindenden – Idealfall versucht zuerst die Führungskraft oder Kolleg:innen, zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln, zu deeskalieren. Gelingt dies nicht, oder ist der Konflikt bereits zu weit vorangeschritten, kann der Konflikt oft intern nicht mehr beigelegt werden.

An dieser Stelle kann Mediation eine wirkungsvolle Lösung darstellen. Ein externer Mediator:in wird durch eine fundierte methodische Herangehensweise, mit den beteiligten Konfliktparteien, den Konflikt und die dahinterstehenden Bedürfnisse in 6 Stufen klären helfen und bis zu einer gemeinsamen Lösungsvereinbarung den Prozess begleiten (Beispiel Flipcharts zu den Mediation-Stufen).

  • 1. Stufe: Verfahren Vorstellen (Regeln, Vereinbarungen, Ziele, Fragen)
    -> Vertrauensbasis
  • 2. Stufe: Themen klären (Was ist passiert und soll besprochen werden)
    -> Arbeitsgrundlage
  • 3. Stufe: Konflikte bearbeiten (Motive, Interessen, Bedürfnisse)
    -> Konflikterhellung
  • 4. Stufe: Lösungen suchen (wertfreies Brainstorming, Lösungen)
    -> Zukunftsblick
  • 5. Stufe: Vereinbarung fixieren (Eindeutig: wer, was, wann…)
    -> Handlungsanweisungen
  • 6. Stufe: Nachgespräch (zeitlich versetztes Nachgespräch)
    -> Veränderungen würdigen, festigen und Lösungen nachjustieren